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Todesfall: 112, 117 oder 144? Egal – im Notfall anrufen

Der Tod eines Passanten in Aesch erinnerte im ersten Moment an den Fall eines in der gleichen Gemeinde in Not geratenen jungen Mannes. Doch hier reagierte ein Arbeiter richtig, obwohl er die Polizei und nicht direkt die Sanität anrief.
Aesch, 5. April 2014

Mittwoch, um 8 Uhr morgens bei der Tramschlaufe in Aesch. Ein Mann sitzt auf einer Bank und hat offensichtlich ein gesundheitliches Problem. Ein Arbeiter erfasst die Situation und spricht ihn an. Keine Antwort. Der Mann auf der Bank ist bleich und regungslos. Der Arbeiter handelt und ruft mit seinem Mobiltelefon die Polizei.

Ab dann widersprechen sich die Berichte. Während Passanten erzählen, der Anrufer sei von der Polizei abgewimmelt worden, bestätigt dieser via seinen Arbeitgeber, dass dem ganz und gar nicht so war. Die Sanität sei bereits sechs Minuten nach den Anruf an der Tramschlaufe eingetroffen.

Aufnahme des Notrufes nachgehört

Der Basebieter Polizei-Sprecher Meinrad Stöcklin wurde durch OnlineReports auf diesen Fall aufmerksam. Er widerspricht den Wahrnehmungen der Passanten ebenfalls: "Wir haben die Aufnahme des Notrufes nachgehört und stellen fest, dass alles korrekt verlaufen ist." Der fremdsprachige Anrufer sei nicht gut verständlich gewesen, erläutert er weiter. Als der den Notruf entgegennehmende Polizist erkannt hat, dass es sich um einen medizinischen Notfall handelt, hat er den Anrufer sofort mit der Sanität verbunden.

"Man erhält dann Anweisungen, wie man sich am besten verhält", erklärt Christine Frey, Mediensprecherin des Kantonsspitals Baselland, was bei einem Anruf auf die Notrufnummer 144 geschieht. So würde der Sanitäter den Laien telefonisch zu einer allfällig notwendigen Herzmassage anweisen. Sollte aus Versehen die 117 gewählt werden, so sage der Polizist "Stopp", wenn er merkt, dass eigentlich die Sanität verlangt werde, erläutert Frey. "Er lässt den Anrufer gar nicht ausreden, sondern verbindet gleich zur Sanität." Somit würden höchstens zehn bis zwanzig Sekunden vergehen, die der Laienhelfer länger am Telefon verbringt. "Es wird nicht einfach aufgelegt", versichert Frey.

Natürlicher Todesfall

Der betroffene Mann ist noch vor Ort verstorben, eine Reanimation durch Sanität und Notarzt half nicht mehr. Die Polizei geht von einem rein medizinischen Todesfall aus. Normalerweise würden solch "aussergewöhnliche Todesfälle", wie es in der Sprache der Retter heisst, nicht kommuniziert. Stöcklin bestätigte den Vorfall schon früh, weil sehr viele Personen auf dem öffentlichen Platz mitbekommen hätten, was passiert sei.

Der Polizeisprecher lobt den Anrufer aber ausdrücklich: "Er hat sich richtig verhalten!". Und er empfiehlt: "Rufen Sie lieber einmal zu viel an, als einmal zu wenig!". Dieser Satz liegt der Polizei am Herzen. Zudem stimme es nicht, dass für Notrufe anschliessend Rechnungen gestellt werden. In einem Notfall anzurufen habe mit Zivilcourage zu tun, meint Stöcklin.

Tragischer Fall des jungen Mannes

Der tragische Fall, in dem sich Passanten nicht um einen regungslos am Boden liegenden jungen Mann kümmerten, rüttelte die Bevölkerung wieder auf, als er kürzlich vor Gericht verhandelt wurde. Der junge Mann war – ebenfalls in Aesch und nur wenige hundert Meter vom neuen Vorfall entfernt – in Not geraten.

In Europa sind zurzeit Bestrebungen in Gange eine einheitliche Notrufnummer zu etablieren. Für alle Notfälle soll europaweit die 112 gewählt werden können. In der Schweiz funktioniert diese Nummer bereits, die Anrufe werden von der Polizei entgegengenommen. "Die Idee ist nicht, dass sich der Melder überlegen muss, ob er die 117 oder die 144 wählt. Wenn Sie sich die verschiedenen Nummern nicht merken können, merken Sie sich die 112", rät Stöcklin.



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RückSpiegel

 

Die Basler Zeitung bezieht
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Die Volksstimme greift den Artikel von OnlineReports über den Vorstoss im Nationalrat zur Uni-Finanzierung auf.

Die bz nimmt den OnlineReports-Beitrag zum verstorbenen Astrophysiker Maurizio Falanga auf.

Prime News zitiert in einem Interview mit dem neuen Baselbieter SP-Fraktionschef Adil Koller OnlineReports.

persoenlich.com zitiert aus der OnlineReports-Meldung über den Abgang der stellvertretenden Regionaljournal-Basel-Leiterin Marlène Sandrin.

Prime News nimmt in einem Artikel über die Krise in der Mitte Baselland Bezug auf OnlineReports.

Die bz verweist in einem Artikel über Klima-Massnahmen auf OnlineReports.

BaZ und Baseljetzt erzählen die OnlineReports-Recherche über FDP-Politiker Ferdinand Pulver nach, der nach seiner Wahl zum Gemeindepräsidenten die IV-Rente verloren hat.

Die Volksstimme nimmt die OnlineReports-News zur Amokdrohung in der Primarschule Sissach auf.

Die bz zitiert in einem Artikel zum Kutschen-Museum in Riehen OnlineReports.

Die BaZ nimmt in einem Beitrag zu den Perrondächern in Liestal Bezug auf OnlineReports. 

Bajour bezieht sich in einem Porträt von Balz Herter auf OnlineReports.

BaZ, bz und Happy Radio zitieren die OnlineReports-Recherche über den krankheitsbedingten Ausfall des Baselbieter Mitte-Präsidenten.

Die bz zieht die OnlineReports-Recherche über die finanziellen Probleme der Mitte Baselland nach.

Das SRF-Regionaljournal Basel und die bz greifen die OnlineReports-Recherche zum Helene-Bossert-Buch auf.

BaZ, bz und Baseljetzt nehmen den OnlineReports-Artikel über den Rückzug von Pick-e-Bike aus dem Laufental auf.

Die BaZ zitiert in einer grossen Hintergrund-Geschichte zur Basler GLP aus einem Artikel von OnlineReports.

bz, BaZ und Volksstimme beziehen sich in ihren Artikeln zum Jakobushaus in Thürnen auf die Recherche von OnlineReports.

Die BaZ nimmt in einem Artikel über die Wirtschaftskammer Bezug auf ein Porträt aus dem OnlineReports-Archiv.

Die Volksstimme zitiert die OnlineReports-Recherche zum neuen Konzessionsvertrag der Elektra Baselland.

Bajour bezieht sich im Wochenkommentar auf die OnlineReports-Analyse zu den Basler Grünen.

Die bz zitiert die OnlineReports-Recherche zu den geplanten Beschwerden gegen die Salz-Sondierbohrungen im Röserental.

Die BaZ bezieht sich in einer Meldung über den neuen Geschäftsführer der Aids-Hilfe beider Basel auf eine Recherche von OnlineReports.

BaZ, bz, Baseljetzt und Happy Radio nehmen die Recherche von OnlineReports über den Abgang des Finanzchefs Tim Kretschmer beim Kunstmuseum Basel auf.

Die BaZ bezieht sich in einem Artikel zur Abstimmung über das Baselbieter Gesundheitsgesetz auf eine Recherche von OnlineReports zum Mangel an Kinderärzten im Oberbaselbiet.

Die BaZ zitiert die OnlineReports-Meldung über die Nachfolgelösung beim BackwarenOutlet.

Telebasel bezieht sich in einem Beitrag über Ticket-Betrüger beim Källerstraich auf ein Bild von OnlineReports.

persoenlich.com nimmt die Meldung von OnlineReports über den Wechsel des BaZ-Journalisten Sebastian Briellmann zur NZZ auf.

persoenlich.com bezieht sich auf die OnlineReports-Meldung über den Stellenantritt von Martin Regenass bei Prime News.

Weitere RückSpiegel






In einem Satz


Rebekka Hatzung,
Direktorin des St. Claraspitals, ist turnusgemäss von der Mitgliederversammlung
zur neuen Präsidentin
der Basler 
Privatspitäler-Vereinigung
gewählt worden. 

Die frühere Sprecherin des EuroAirports Vivienne Gaskell ist neue Präsidentin des Kulturvereins Elsass-Freunde Basel.

Kulturanthropologe Friedrich von Bose tritt am
1. November 2025 die Nachfolge von Anna Schmid als neuer Direktor des Museums der Kulturen Basel an.

Die 56-jährige Baslerin
Elena Guarnaccia wird per
1. April 2025 neue CEO von Kinderkrebs Schweiz mit Sitz in Basel.

Cemi Thoma wird ab
dem 1. August 2025 neuer Stadtverwalter von Liestal.

Der Verwaltungsrat der EBL hat Markus A. Meier per 1. April 2025 zum Mitglied der Geschäftsleitung und zum Leiter des neuen Verantwortungsbereichs Strategy, Assurance und Group IT ernannt.

Tanja Bugmann ist neue Geschäftsführerin der Basler Traditions-Confiserie Beschle.

Die Basellandschaftliche Pensionskasse erweitert die Geschäftsleitung: Manuel Flückiger führt künftig den neu geschaffenen Bereich "Digitalisierung und Innovation".

Stefan Nellen wird neuer Staatsarchivar von
Basel-Stadt
und damit Nachfolger von Esther Baur, die in Pension geht.

Der Verwaltungsrat des EuroAirport hat Renaud Paubelle zum neuen stellvertretenden Direktor ernannt.

Der Bankrat der Basler Kantonalbank hat den 54-jährigen Christoph Auchli, CFO des Konzerns und Mitglied der Geschäfts- und Konzernleitung, zum stellvertretenden CEO und stellvertretenden Vorsitzenden der Konzernleitung ernannt. 

Der 27-jährige Lukas Loss, ausgebildeter Pianist und Gründer des Interfinity-Musikfestivals in Basel, gewinnt den Jugendpreis des Sperber-Kollegiums 2025.

Das Comité gibt die Plakette und das Motto der Basler Fasnacht 2025 bekannt: "Syg wie de wottsch".

Das "Amt für Wald beider Basel" heisst neu "Amt für Wald und Wild beider Basel".

Die Baselbieter Regierung hat den Verein "Repair Café Binningen-Bottmingen" mit dem mit 8000 Franken dotierten Freiwilligenpreis 2024 ausgezeichnet.

Der Basler Stern 2024 geht
an den "Floss"-Kapitän
Tino Krattiger für seine Pionierarbeit im Bereich Kultur und Stadtleben sowie für sein Engagement für die Aufwertung der Rheingasse. 

Das Drum'n'Bass-Produzentenduo QZB gewinnt den Basler Pop-Preis 2024 und erhält die mit
20'000 Franken dotierte Förderung und Auszeichnung des Musikbüro Basel.

Basel-Stadt
braucht einen neuen IT-Chef: Der jetzige Dienststellen-Leiter Mario Magnanelli verlässt den Posten per Ende Mai 2025.

Die Jungen Grünliberalen beider Basel haben Timon Bischofberger neben Eileen Fischer ins Co-Präsidium gewählt.

Die Architektin und Stadtentwicklerin Barbara Buser erhält den Basler Kulturpreis 2024.

SRF-Literaturredaktor und Drummeli-Regisseur Michael Luisier ist neu Mitglied des Schnitzelbank-Comités.

Der frühere Diplomat Paul Seger übernimmt das Präsidium der Winterhilfe Basel-Stadt von Marianne Eggenberger.

Grünen-Politikerin Natalie Oberholzer aus Liestal rückt für Erika Eichenberger in den Landrat nach.

Beatrice Stirnimann, CEO der Baloise Session, wird zur "Ehrespalebärglemere 2024" ernannt.

Eventmanager Beat Läuchli wird Projektleiter des Eurovision Song Contest (ESC) 2025 in Basel.

Michael N. Hall vom Biozentrum der Universität Basel erhält den Balzan-Preis 2024 für seine Forschung zu den biologischen Mechanismen des Alterns.

Der 27-jährige Journalist Maximilian Fankhauser übernimmt im Oktober die Leitung von Baseljetzt, der Online-Newsplattform von Telebasel; die jetzige Stelleninhaberin Lea Meister wechselt zu Prime News.

Manuela Witzig, bisherige Leiterin der deutschsprachigen Unternehmenskommunikation, übernimmt per 9. September 2024 von Direktor Matthias Suhr die Leitung der Kommunikation und Public Affairs beim EuroAirport.

Evelyn Borer,
Synodenpräsidentin der Evangelischen Kirche Schweiz, ist neue Präsidentin des Vorstands von Mission 21.

Markus Habegger übernimmt am 2. August die Leitung des Tageshauses für Obdachlose in Basel als Nachfolger von
Paul Rubin.

Der Basler Rechtsanwalt und Baurechtsexperte Daniel Gebhardt wird neuer Verwaltungsratspräsident der Rhystadt AG, der grössten Eigentümerin auf dem Klybeck-Areal. 

Die Baselbieter Grünen-Landrätin Erika Eichenberger tritt im September zurück, Natalie Oberholzer rückt nach.

Ass. Prof. Dr. Prisca Liberali wird für ihre Forschung auf dem Gebiet der Gewebebildung mit dem Wissenschaftspreis der Stadt Basel ausgezeichnet.

Sarah Mehler folgt am
1. Oktober als neue Geschäftsführerin der Kaserne Basel auf Eva Heller.

Markus Jordi,
langjähriges Mitglied der SBB-Konzernleitung, übernimmt am 1. Januar 2025 den Vorsitz des Fachhochschulrats der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Karoline Sutter und Urs Berger treten nach über zehn Jahren per 31. März 2025 aus dem Bankrat der Basler Kantonalbank zurück, die Vakanzen werden demnächst ausgeschrieben.